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Der Wirkstoff Vardenafil
Vardenafil
Vardenafil – was ist das eigentlich? Auch Vardenafil bezeichnet einen Freinamen für einen Arzneistoff. Erstmals kam Vardenafil 2003 auf den Markt, und zwar durch die Unternehmen Bayer HealthCare und GlaxoSmithKline. Sie brachten die Medikamente Levitra® und Vivanza® auf den Markt, die mit Dosierungen von fünf, zehn und 20 Milligramm angeboten wurden. Sie werden für die Behandlung der erektilen Dysfunktion des Mannes eingesetzt.
Bereits 1998 kam der Wirkstoff Sildenafil auf den Markt, damals unter dem Namen Viagra®. Doch die Forschung blieb nicht stehen, es wurden weitere PDE-5 Hemmer entwickelt, um noch besser gegen Potenzprobleme beim Mann vorgehen zu können. In diesem Zusammenhang entstand auch Vardenafil, für dessen Entwicklung Bayer HealthCare verantwortlich zeichnet.
Die Wirkungsweise von Vardenafil Damit eine Erektion entstehen kann, muss ein angemessenes Verhältnis von cGMP und PDE-5 im Körper herrschen. Denn durch das cGMP werden die Muskeln um den Schwellkörper entspannt, so dass Blut in den Schwellkörper einströmen kann. Dadurch entsteht eine Erektion. Diese wird durch PDE-5, ein Enzym, wieder abgebaut, indem das cGMP abgebaut wird.
Vardenafil wirkt nun so, dass das cGMP nicht abgebaut wird, die Konzentration dieses Botenstoffs also erhöht wird, da das PDE-5 blockiert wird. Damit kann eine länger anhaltende und stärkere Erektion erreicht werden. Allerdings wirkt Vardenafil, ebenso wie alle anderen PDE-5 Hemmer nur bei sexueller Stimulation.
Die Wirkung hält bis zu zwölf Stunden an. Die Tabletten können zu den Mahlzeiten, aber auch ohne Essen eingenommen werden. Selbst der Genuss von Alkohol stört die Wirkungsweise von Vardenafil nicht.
Studienergebnisse mit Vardenafil Verschiedene Studien mit Vardenafil wurden ebenfalls durchgeführt. Darin wurde unter anderem festgestellt, dass bei 87 Prozent der Männer unter Einnahme von Vardenafil eine Erektion auftrat, die für den Geschlechtsverkehr ausreichte. Bei immerhin 83 Prozent führte die Erektion gar bis zum Orgasmus. Weitere Studien belegten eine äußerst schnelle Wirkungsweise, die bei Vardenafil zum Teil schon nach zehn Minuten einsetzte. Ebenfalls gaben die betroffenen Männer an, dass ihnen die schnelle Wirkung wichtiger sei, als eine lang anhaltende Wirkung.
Im Jahr 2006 wurde dann eine Studie durchgeführt, die die beiden Arzneistoffe Vardenafil und Sildenafil miteinander verglich. Dabei stellte sich heraus, dass mehr Männer über einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr berichteten, nachdem sie Vardenafil eingenommen hatten. Bei Sildenafil waren es deutlich weniger Männer.
Gegenanzeigen oder wann Vardenafil nicht eingenommen werden sollte Vardenafil sollte grundsätzlich nicht eingenommen werden, wenn nitrathaltige Medikamente oder solche mit NO-Donatoren verwendet werden. Hier kann es zu einem starken Blutdruckabfall kommen, der lebensgefährlich werden kann. Ebenso wenig eignet sich die Einnahme gemeinsam mit starken CYP-3A4-Inhibitoren, zu denen HIV-Protease-Inhibitoren gehören oder orale Konazolen. Alpha-Blocker sollten ebenfalls nicht gemeinsam mit Vardenafil eingenommen werden. Bei einer koronaren Herzkrankheit ist die Einnahme nur dann sinnvoll, wenn durch den Geschlechtsverkehr keine Überanstrengung des Kreislaufs gegeben ist.
Wechselwirkungen Vardenafil sollte nicht mit dem Saft der Grapefruit eingenommen werden, da dieser die Wirkungsweise beeinflussen kann. Ebenfalls verzögert sich der Einsatz der Wirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Vardenafil und einem schwer verdaulichen Essen.
Nebenwirkungen Vardenafil ist grundsätzlich gut verträglich, dennoch gibt es einige Nebenwirkungen. Dazu gehören Kopfschmerzen, eine Nasenschleimhautentzündung und Rötungen im Gesicht. Allerdings sind die Nebenwirkungen in der Regel nur von kurzer Dauer und von geringer Intensität.
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